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Über mich

ADHS-was nun? Fuer Erwachsene

In der Schule war ich die Aussenseiterin, hatte Probleme mit meinen Klassenkameraden und wurde sehr oft gehänselt. Ich zog mich dann in mein Schneckenhaus zurück und ließ alles über mich ergehen.Zudem verlor ich ständig meinen Schlüssel, mein Geld oder diverse andere Dinge. Dies verursachte wiederum neuen Ärger. Aussagen wie: "Warum hast du nicht aufgepasst, du stellst dich immer so blöd an!" waren an der Tagesordnung. Mein schlechtes Gewissen wuchs somit unentwegt. Mit zunehmenden Alter in der Kindheit ging mein dermaßen geschädigtes Selbstvertrauen in permanenten Selbstzweifel über.

Mein Name ist Diane Beck, bin 41 Jahre alt und wohne in München. Seit vier Jahren weiß ich, dass ich ADHS habe.In meiner frühen Kindheit, mit ca. sieben Jahren, fühlte ich, dass mit mir etwas nicht stimmte. Zu diesem Zeitpunkt ließen sich meine Eltern scheiden. Durch dieses einschneidende Erlebnis kamen bei mir die ersten Anzeichen der ADHS-Erkrankung zum tragen.Meine schulischen Leistungen waren durchaus schlecht und ich konnte mich in der Schule kaum konzentrieren. Mit den Hausaufgaben war ich überfordert. Diese Überforderung wurde für mich zu einer anwachsenden Qual. Ich habe dann immer zu hören bekommen: "Stell' dich nicht so an!" oder "Du kannst es eh nicht!" oder "träume nicht so viel und konzentriere dich mehr auf die Schule!"Täglich war ich auf´s neue bemüht mich zu (ver-) bessern, was mir aber in keinster weise gelang. Es kam Unverständis auf und ich wurde deswegen sehr oft geschimpft und beschimpft.

In der Pubertät ging es nochmal Berg ab. Ich war damals sehr verunsichert, manche in meinem Alter mochten mich, doch viele wiederum nicht. Dies konnte ich wiederum nicht nachvollziehen.Meine Selbstzweifel waren irgendwann so groß, dass ich schon selbst an meiner Intelligenz zweifelte und glaubte, dumm zu sein.Dieses Denken und meine Naivität nahm ich dann mit in mein Dasein als erwachsener Mensch. Ich führte eine Beziehung, in der mein Partner mich nicht nur häufig kritisierte, sondern mich auch regelmäßig fragte, warum ich immer alles verlege oder verliere. Mein Denken das ich dumm bin, wurde dadurch natürlich gefestigt.

Mit 25 Jahren wurde ich schwanger. Ich dachte mir, so kann es nicht weitergehen, was soll nur aus dem Kind werden. Also zog ich los und machte verschiedene Therapien. Außer den Aussagen "Sie leiden unter seelischem Missbrauch", kam dabei keine weitere Klarheit heraus, fühlte mich zunehmend auch von Ärzten und Therapeuten unverstanden.Daraufhin fing ich an mich selbst zu therapieren, bezog erst mal alles auf mich selbst, machte mir Gedanken über die Aussagen meines sozialen Umfeldes. Sätze wie: du bist faul, hast zu nichts Lust, bist zu blöd zum arbeiten, hörst dich selbst gerne reden, bist zu egoistisch um zuzuhören, bist schusslig, kannst keine Ordnung halten...all das glaubte ich bisher und versuchte es zu verändern. Größtenteils gelang es mir mit Mühe und Not, außer einer Sache, die ich nicht in annähernd in den Griff bekam: Meine extremen Konzentrationsschwierigkeiten

Eine anschließende Maltherapie sollte mir Licht ins Dunkle bringen, denn gegen Ende der Therapie war mein Therapeut der Meinung, ich würde an "ADHS" leiden.Sofort als ich zuhause war recherchierte ich im Internet. Es war unglaublich, denn endlich erkannte ich mich wieder. Ich war mir 100% sicher, wollte mich gar nicht mehr auf eine Diagnose testen lassen. Trotzdem entschied ich mich dafür, um auch meinem Umfeld zu beweisen, dass eine ernstzunehmende Erkrankung vorliegt und meine Verhaltensmuster eine Ursache haben. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Und dann noch zu sehen, dass ich, ohne zu wissen gegen was ich ankämpfte, die erhellende Antwort bekam, machte mich glücklich und stolz zugleich. Das Ganze aus eigener Kraft durchgezogen zu haben, gab mir auch die Motivation dort weiterzugehen, wo andere kapitulieren. Das war natürlich kein leichter Weg, da die extremen Auseinandersetzungen mit meinem Umfeld, das mich teilweise für komplett verrückt hielt, diesen Weg sehr steinig machten.Nach der Diagnose ADHS im Mai 2008 konnte ich vieles auflösen, gezielter an mir arbeiten und lernen damit umzugehen, so dass sich meine Lebensqualität enorm gesteigert hat.Aus diesem Grund möchte ich auf dieser Seite jedem meine Hilfe anbieten, ob Betroffener oder Angehöriger, der sich in einer ähnlichen Situation befindet. Ich bin der Begleiter, der ermöglicht, ADHS aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, zu lernen damit zu leben und jedem Interessierten zu helfen, leichter damit umgehen zu können.









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